Am 30. Juli erhielten in Anaheim, Kalifornien, unsere drei neuen CSPs Thomas Burzler, Prof. Dr. Jörg Knoblauch und Martin Limbeck ihre wohlverdiente Medaille.
Hier finden Sie die von unserem Reporter Sven Klawunder und Lothar Seiwert täglichen Berichte live aus Anaheim:
Wie Sabine Asgodom, GSA Präsident Prof. Dr. Lothar Seiwert, Andreas Buhr und Markus Hofmann in den beiden Vorjahren, erhielten gleich am ersten Abend der NSA Convention 2011 drei weitere deutsche Top-Speaker 2011 den hart erkämpften Titel „Certified Speaking Professional“ (CSP). Sichtlich gerührt und mit stolzgeschwellter Brust betraten Thomas Burzler, Prof. Dr. Jörg Knoblauch und Martin Limbeck die Bühne und empfingen die begehrte Medaille aus den Händen von NSA-Präsidentin Kristin Arnold. „Dass dieser Titel nicht verliehen, sondern verdient wird, macht gerade seinen besonderen Reiz aus“, kommentierte Martin Limbeck später die Verleihung. „Ich bin natürlich stolz, fühle aber auch Demut und Dankbarkeit dafür, heute mit und vor den ganz Großen der Branche auf der Bühne zu stehen. Das ganze Prozedere ist arbeitsintensiv, aber es hat sich gelohnt.“ Die 25 GSA-Mitglieder, die dieses Jahr an der NSA Convention teilnahmen, gratulierten herzlich!
Ebenso wurde an diesem Abend der in Deutschland ja sehr bekannte amerikanische Speaker Brian Tracy mit dem "Master of Influence Award" geehrt. Damit würdigt die NSA Speaker, "who have significantly influenced generations of speakers and whose distinguished careers have brought honor and recognition to the speaking profession." Vor Brian Tracy erhielten diesen hoch angesehenen Preis u.a. Cavett Robert (Gründer der NSA), Zig Ziglar, Nido R. Qubein, Kenneth Blanchard und Deepak Chopra.
Convention Chair Randy Gage startete sein Programm mit einer der ganz großen Speakerinnen der USA: Glenna Salsbury. Erst später erfuhren die Zuschauer, mit welcher Akribie sie diesen hervorragenden Vortrag vorbereitet hatte.
Was auffiel: Die allermeisten Keynotes der Convention kamen völlig ohne Powerpoint aus. Die Teilnehmer klebten den Speakern an den Lippen. Und das oft 60 Minuten lang! Und ganz nach Randy-Gage-Manier bis abends um 22 Uhr.
Für mich ein Highlight: Speaker-Exot Larry Winget.
Er begeisterte die Teilnehmer am nächsten Tag mit seinem Credo: Entwickle Deine Marke! Es gilt: name above title, d.h. egal wieviele Auszeichnungen und Titel Du hast, wenn Deinen Namen jeder kennt, wirst Du dem mit den vielen Titeln vorgezogen. Deswegen: Marke entwickeln!!! Larr Winget sagt über sich selbst: I am not a branding expert, but I am an expert of being a brand!" Seiner Meinung nach hat sich die Weiterbildungsbranche extrem verändert in den letzten Jahren, alles läuft jetzt online, so dass es umso wichtiger ist, sich von anderen abzuheben.
Stellen Sie sich die Fragen: "What do I have to offer, that you can't get from anyone else?" "Do I own a topic (wie Klaus-J. Fink mit Telefontraining oder Prof. Seiwert mit Time Management oder Martin Limbeck mit Hard Selling)?"
Seien Sie ein Experte in Ihrem Gebiet und bieten Sie keinen Bauchladen mit verschiedenen Themen zur Auswahl!
Vor allem im Fernsehen sei Content leider überbewertet: "make a point and make it quick".
Jedes Statement, jede Rede sollte folgende Reihenfolge einhalten: "Get attention, deliver the content, call for
action!!!"
You cant be original by copying others!
Klauen Sie keine Inhalte oder Stories von anderen!!! Klassisches Beispiel in Deutschland ist die Rosenverkäufer-Strory, von der keiner so genau weiß, wer sie eigentlich als erstes verwendet hat. Hier hilft es auch nicht, einen Nelken-Verkäufer daraus zu machen. "Dont be an imitator! be original! Thats where the money is!"
Be honest!
Larry bittet die Teilnehmer, ehrlich zu sein, wenn es um z.B. um Bestseller geht. Nicht jedes Buch, das 1000 mal verkauft wurde, ist ein Bestseller!
Dann widmete sich Larry der Überlegung "Wie misst man eigentlich als Speaker Erfolg? Ist es der volle Terminkalender? Ist es der Jahresumsatz? Nein, sondern "How you feel about what you do. It is that you are happy with yourself. Find out who you really are!"
Ein inhaltlich und optisch weiterer Höhepunkt war Terri Sjodin, (wirkliche) Bestseller-Autorin und "one of America's most highly sought after female speakers. She has trained and motivated thousands of people from all over the world. Her unique specialization is advancing the persuasive presentation skills of professionals., so eine Referentenagentur über sie. Sie hielt einen hervorragenden Vortrag über Präsentationsstile und unterschiedliche Anforderungen unterschiedlicher Zielgruppen. Was nicht neu ist, aber immer wieder erwähnt werden kann: Death by powerpoint entsteht, wenn zuviel Text drauf ist - Bilder können die Zuhörer viel besser verarbeiten!
Die ältere Zuhörer-Generation möchte eine Verbindung zu Ihenn als Speaker aufbauen, möchte Sie verstehen. Die Generation Y oder Millenials sind mit Internet aufgewachsen und machen alles gleichzeitig, chatten, einem Vortrag zuhören und gleich raustwittern, nebenbei apps und Musik downloaden. Die Schwierigkeit für den Speaker: Der Zuhörer ist ständig abgelenkt. Sie haben immer nur Sekunden, um die Aufmerksamkeit des Zuhörer zu gewinnen, und dann auch nur für fünf Minuten.
Terry ging stark darauf ein, wie schwierig es für viele Speaker es ist, sich selbst zu verkaufen. Sie sagt: "Selling yourself as a speaker is like crafting your keynote". Überlegen Sie sich Ihre drei überzeugendsten Verkaufsargumente! Gehen Sie dabei folgende Fragen durch:
1. Wie werden Sie dem Kunden Zeit sparen?
2. Wie werden Sie dem Kunden Geld sparen?
3. WIe machen Sie den Kunden schlauer?
4. Wie verschaffen Sie IHrem Kunden mehr Sicherheit?
5. Wie hat Ihr Kunde mehr Spaß an der Arbeit?
6. Was erleichtern Sie Ihrem Kunden?
Von Scott McKain konnte ich nur einen Satz mitnehmen: "If comfort is your goal, success won't come along!"
Am Montag fiel die schöne Beobachtung von Steve Seibold: "Most speakers are thought follower, not thought leader!"
Ken Dychtwald begeisterte die Teilnehmer mit seinem Vortrag über die Zukunft der Gesellschaft und die "Age Wave", die auf uns zurollt durch das ständig steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung. Babyboomers werden jetzt Pensionäre. Früher war das Leben geprägt von Schule, Ausbildung, Beruf, Familie gründen, Arbeiten und in Pension gehen. Heute sind Zweit- und Drittkarrieren nomal. Das heißt, dass das lebenslange Lernen einen ganz anderen Stellenwert bekommen hat, was für Speaker eine sehr bedeutende Rolle spielt. Heute hängt man nicht einfach den Bonus der erhöhten Lebenserwartung hintendran, sondern schiebt kleine Umbauphasen in sein Leben ein. Manche gehen wieder zur Schule. Laut einer Umfrage zu soeben in Rente gegangene wollen 30% gar nicht mehr arbeiten, 22% wollen Teilzeit arbeiten und 47% wollen eine Mischung aus Freizeit und Arbeit, bei der sie selbst der Chef sind. Daraus ergeben sich ganz neue Arbeitsmodelle! Heutige Persionäre wollen sich wieder neu erfinden, wollen Freiheit, wollen sich engagieren, was Neues erleben.
Auch bei der Frage nach dem Sinn des Lebens stellt er einen Bruch fest: Der Trend ist, dass bei einem Alter von etwa 50 Jahren Der Erfolg nicht mehr so wichtig wird, sondern die Signifikanz, die bleibenden Werte in den Vordergrund treten.
Am Montag Abend fand dann die von den drei neuen CSPs gemeinsame organisierte CSP-Parts statt. Neben Thomas Burzler, Prof. Jörg Knoblauch und Martin Limbeck feierten auch der Holländer Robert BEnninga und der Südafrikaner Billy Selekane seine CSP-Medaille. Zahlreiche hochrangige Gäste aus aller Welt feierten mit - und fast jeder wollte an diesem Abend eine Rede halten: Jeder neue CSP natürlich, GSA-Präsident Prof. Seiwert, NSA Past President Phil van Hooser, PSA Holland Past President Hans Ruinemans, PSA South Africa Past President Paul du Toit und viele mehr. Wie sich das in einem Raum voller Speaker eben so gehört! Es war eine sehr schöne gelungene Feier!
Am Dienstag gab Kristin Arnold dann ihre NSA Präsidentschaftsnadel ab an Laura Stack, die ihre Vorstandsmitglieder und ihre Ziele für das nächste Jahr vorstellte.
Sehr spannend fand ich die Podiumsdiskussion mit NSA Urgestein Nido Qubein. Er ging mit allen Keynote-Speakern dieser Convention den Fragen nach: Is your keynote impactful? How must your audience feel after your keynote?
Glenna Salsbury gab ihre Folmel für eine perfekte Keynote bekannt: Sie formuliert ihre Keynotes immer aus, dann markiert sie alle Aussagen rot, alle Stories grün und alle Umsetzungen blau. Überwiegt eine Farbe, wird die Keynote umgeschrieben. Nido Qubein zählte 60 Lacher in ihren 45 Minuten auf der Bühne - wieviele schaffen Sie?
Glenna möchte z.B. immer ein Handmikro, immer Licht im Saal, um das Publikum zu sehen, und hat immer Notitzen dabei.
Ken Dychtwald hat seine Keynote-Bausteine wie Lego, die je nach Publikum zusammengebaut werden.
Noch ein schöner Satz am Ende: The more you speak, the better you speak!
Fazit: Es war wieder eine ereignisreiche, tolle NSA Convention, an der jedes GSA-Mitglieder etwas Wertvolles für sich mitnehmen konnte.
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam nächstes Jahr die NSA Convention 2012 erleben würden.
Mit herzlichen Grüßen,
Claudia Haider
Geschäftsführung der GSA
Seien Sie dabei, wenn es 2012 vom 14.-17. Juli in Indianapolis heißt: "Welcome to the NSA Convention 2012". Geben Sie in der GSA-Geschäftsstelle Bescheid, dass Sie mitfliegen wollen, wir halten Sie über alle Anmeldefristen etc. auf dem Laufenden! Und sicher wird es auch nächstes Jahr wieder neue CSPs aus der GSA geben!
Teilnehmer der GSA an der NSA Convention 2011:
Eric Adler
Karen Christine Angermayer
Peter Brandl
Oliver Breidenbach
Andreas Buhr, CSP
Thomas Burzler, CSP
Gaby S. Graupner
Stephan Heinrich
Prof. Jörg Knoblauch, CSP
Dirk Kreuter
Gerd Kulhavy
Martin Laschkolnig
Martin Limbeck, CSP
Prof. Dr. Lothar Seiwert, CSP, GSA HoF
Thomas Skipwith