Die National Speakers Association USA veranstaltet als größte Speaker Association weltweit die wohl beeindruckendste Convention des Dachverbands. Als Einstimmung auf die NSA Convention lud die GSA erst einmal zur "Internationalen GSA Reception" in die schöne Art Gallery Claire Oliver. Die knapp 70 Mitglieder der German Speakers Association sowie über 40 internationale Gäste aus aller Welt genossen Kunstwerke, gute Gespräche und neue Kontakte.
Dann startete die diesjährige Convention direkt am Times Square in New York mit knapp 2000 Teilnehmern aus aller Welt unter dem Motto "NSA rocks". So glich schon die Opening General Session mehr einem Rock-Konzert. Interessante Vergleiche mit dem "Impact" der Beatles und großer Speaker wurden gezogen. bekannte Persönlichkeiten wie Marshall Goldsmith, Autor von "What Got You Here Won't Get You There", und Steve Forbes, Präsident und CEO des Forbes Magazins, beeindruckten mit hervorragenden Keynotes. In der Podiumsdiskussion "What Can a Speaker Learn From a Rock Star" gab u.a. der Lead Sänger von REO Speedwagon Einblicke in die Entstehung seiner Lieder und den Vergleich mit der Entstehung einer guten Rede.
Und dazu gab es wie jedes Jahr jede Menge tolle Workshops, Keynotes, Kontakte und Spaß.
GSA war mit eigenem Kamera-Mann dabei. So konnten Sven Klawunder (Flying Media) und Prof. Dr. Lothar J. Seiwert zahlreiche Top-Speaker aus USA interviewen und Eindrücke festhalten. Alle Reportagen und Interviews zur NSA Convention finden Sie sowohl auf GSA TV als auch auf managerSeminare!
NSA rocks! Ja, das ist wahr! Was uns unsere amerikanischen Freunde auf der Convention vorgemacht haben, war ein Feuerwerk. Nicht umsonst haben eine ganze Reihe von Rockstars die Parallelen zwischen ihren Auftritten und den Bühnenerfahrungen von Rednern gezogen. Mein Lieblingssatz ist von Kevin Cronin, dem Leadsänger der Band REO Speedwagon, der auf der Convention das Motto des überzeugten Redners so formulierte: „Wir werden nicht für unseren Auftritt bezahlt, sondern für die Anreise!“ Sprich, du musst die Bühne lieben, mit aller Leidenschaft und allem Spaß; du musst dich supergut vorbereiten; du darfst nie aufhören, noch besser werden zu wollen; und du musst üben, üben, üben…
Mich hat ganz besonders die hohe Zahl der deutschen Teilnehmer gefreut, fast 70, die auch immer wieder von den Veranstaltern als beispielhaft hervorgehoben wurde. „Geht auf die anderen Conventions, schaut euch um, was international passiert“, rief denn auch der scheidende NSA-Präsident Marc Le Blanc den amerikanischen Convention-Besuchern zu. „Die Besuche in Deutschland, Australien oder Südafrika haben meine Sichtweise verändert.“ Ich freue mich jetzt schon auf unsere internationalen Referenten 2008 und 2009. Lasst sie uns herzlich willkommen heißen!
Sabine Asgodom, ehem. GSA-Präsidentin
„In einer Limousine weint es sich bequemer als in einem VW Käfer.“ Dieser Satz stimmt und deshalb verließen wir die NSA Convention in New York mit unserem weinenden Auge standesgemäß - in einer Limo. Das zweite Auge lächelte still und freute sich über Vergangenes und Zukünftiges. Zukünftiges ist das Nachwirken des Gehörten und Gesehenen, sowie das Umsetzen vieler Anregungen und Ideen. „NSA goes to Rock – Was Redner und Trainer von Rockstars lernen können!“ Ein Motto, das wirklich gelebt wurde. Knapp 3 Tage Unterhaltung vom Feinsten. Morgens um 8.00 Uhr tanzten beinahe 2000 Teilnehmer zu unvergesslichen Rock ’n‘ Roll Oldies und waren, trotz kurzer Nacht, schlagartig wach. Die Inhalte waren voller Erfahrungen, Tipps, Lebensgeschichten, Wirtschaftlichem und großer Visionen. Diese Visionen haben mich angesteckt. In einem Workshop vermittelte zum Beispiel Timothy Ferris (4-Hour-Workweek - 500 000 verkaufte Exemplare) wie wir Marketing auf eine ganz andere Art erfolgreich durchführen können, angepasst an die heutige Zeit und die heutigen Medien. Steve Forbes (Forbes Magazine) zeigte uns in seiner Keynote dass die USA und ihre Wirtschaft noch nicht verloren sind, auch wenn sich einiges ändern muss. Bill Strickland legte uns dar, was mit einer Vision und einer gesunden Portion Naivität alles möglich ist. Er schaffte es, den ärmsten der armen Kinder durch Sonne, Licht, Blumen und Kunstwerke zu zeigen, welche Möglichkeiten sie haben und dass sie es verdienen, eine Ausbildung und ein regelmäßiges Einkommen zu erhalten. Die Abschlussquote der High School liegt bei seinen Kindern bei 95 %, entgegen der 15 % der Kinder die ohne diese Betreuung aufwachsen. Für mich ist ein Besuch der Convention in den USA immer so, wie wenn ich von einem hohen Berg mit dem Fahrrad ungebremst herunterfahre und diesen enormen Schwung nutze, um den nächsten Berg ohne große Anstrengung wieder bis zur Hälfte hochzufahren.
Gaby S. Graupner, GSA-Vorstandsmitglied
Die Convention der NSA in New York bedeutet: Eine Fülle von Eindrücken, viele viele professionelle Speaker, laufend 17 (!) parallele Workshops, einer interessanter als der andere und trotzdem muss ich mich entscheiden, welcher der allerinteressanteste ist. Aus den vielen Tipps, die ich direkt und auch so nebenher mitgenommen habe, hier eine kleine Auswahl.
1) Ein Speaker hat erzählt, dass er seine Keynote bei acht (!) verschiedenen Chapters vorgeführt hat, um professionelles Feedback zu bekommen und noch weiter daran zu feilen. Das ist eine Richtung, die wir im Chapter Österreich - in Salzburg und Wien - auch verfolgen. Treffen, in denen wir Probekeynotes halten und von Kolleginnen und Kollegen wohlwollendes und professionelles Feedback bekommen.
2) Sehr gut hat mir gefallen, dass ein Speaker die Inhalte seiner Keynote auf einem auf Hochglanz gedruckten Blatt mit Kontaktinfo etc. ausgegeben hat. Bei mehreren Speakers habe ich mir solche kleinen "Marketingideen" abschauen können.
3) Und: simplify simplify simplify. Auch sehr komplizierte Inhalte werden besser transportiert, wenn wir sie in wenige einfache Punkte herunterbrechen.
Zurückgekommen von New York habe ich mit viel Elan gleich einiges angepackt. Und diese Energie hat sich sofort umgesetzt in neuen Aufträgen für Keynotes. So zahlt sich die Convention contentmäßig und finanziell gleich aus!:
Fleur Wöss, Präsidentin GSA Chapter Österreich
Schon die Anreise war ein Glückstreffer, hatte mich doch meine Intuition bei einer Airline buchen lassen, die nicht nur nicht streikte, sondern unterwegs auch noch Thai Food servierte. Die Tagungslocation befand sich am Times Square im Zentrum menschlicher Interaktion. Während sich draußen ganze Völkerwanderungen über die Bürgersteige schoben, bewegten sich drinnen rund 2.000 Teilnehmer zwischen unzähligen Tagungsräumen hin und her. Ich lernte viele Redner persönlich kennen, die ich vorher nur durch Kommunikation per Internet (oder gar nicht) kannte. Als mir überraschend Julia Roberts über den Weg lief, hielt ich gleich ein Schwätzchen mit ihr. Besagte Rednerin hat übrigens mit der Schauspielerin gleichen Namens dann doch nicht allzuviel Ähnlichkeit. In Vorträgen erfuhr ich einiges über neue Rednertrends und in der Messehalle konnte ich die kuriosesten Dienstleistungen rund um die Rednerei bestaunen. Am Galaabend zeigte sich, dass sich wenn's drauf ankommt, selbst professionelle Redner stilvoll kleiden können.
Stephan Meyer
NSA rocks! - Die Veranstaltung hat gerockt - in jeglicher Hinsicht!!! Nicht nur ich war von diesem Event begeistert, sondern auch mein Sohn Niko - der jüngste Teilnehmer der NSA Youth Convention!
Andreas Buhr
Für mich war die NSA Convention eine große Inspiration! Ich habe soviele kreative Menschen kennengelernt und jede Menge interessante Gespräche geführt! Das hat mir gezeigt, ich bin nicht allein mit meinen manchmal hochfliegenden Ideen. Ich muss mir nur trauen - und das tue ich jetzt! Ich schreibe gerade meinen Monolog, den ich auf der Global Speaker Summit in South Africa halten will. Toll wäre es, wenn das meine Eintrittskarte für den internationalen Speakermarkt wäre.
Adele Landauer
Den Kopf voller neuer Ideen habe ich New York verlassen. Phoenix im nächsten Jahr wird ein absolutes ,,Must". Der Einfallsreichtum der amerikanischen Kollegen ist bewundernswert. Das Beeindruckendste allerdings: diese Herzlichkeit und Offenheit, mit Dir alle Ideen, Erfahrungen, Tipps zu teilen. Und dir zu helfen, dass Du nicht ausrutscht, keine Hoppalas erfährst, keine leeren Kilometer (oder Meilen) laufen musst, nicht die gleichen Fehler machst, die ihnen unterlaufen sind. Diese Freizügigkeit hat mich tief berührt.
Bei uns in Europa herrscht oft eine kühle Distanz - leider auch viel Brotneid. Nur dem anderen nicht die tollen Ideen gönnen. Damit hörst Du auf, wenn du einmal bei der NSA warst. Freunde inspirieren Kollegen, geben tolle Inputs.
Interessant: die Vermarktungsmaschine. Mann/Frau schreibt nicht ein Buch, sondern eine ganze Serie. Wir quälen uns mit dem "Prototyp" herum.
Ein Tipp an alle GSA-KollegInnen: plant frühzeitig Eure Teilnahme im Juli 2009 (18.-21.7.) ein - die GSA war 2008 die stärkste nichtamerikanische Truppe. Alles blickt nach Westen - drehen wir es doch mal um. Wir sind auch super! Die Amis können vielleicht von uns mehr "Content" und wir von ihnen "Simplifizierung" lernen.
Als GSA-Gruppe wächst man übrigens auch zusammen - weil wir miteinander rocken!
Elisabeth Heller
Was habe ich mitgenommen aus New York? Ein großes Selbstverständnis für unseren Beruf, Mut zur ganz persönlichen Story, eine Gänsehaut von Marshall Goldsmith, Ideen von Judy Carter, viele tolle Gespräche mit dem GSA-Netzwerk, eine überraschende Begegnung mit Tokyo Hotel auf offener Straße - und die feste Absicht, das nächste Mal wieder dabei zu sein.
Bernhard Wolff
Schon das dritte Mal sind wir jetzt bei der NSA dabei. Das erste Mal als wir noch eine ganz kleine Gruppe waren mit ca. 10 Teilnehmern aus D-A-CH in Orlando, diesmal in New York mit ca. 70 Teilnehmern aus D-A-CH. Es war jedes Mal anders. Das erste Mal familiär, das zweite Mal schon etwas entspannter mit dem Organisatorischem und dieses Mal in New York wieder eine ganz neue Erfahrung.
Ich frage mich selbst, warum wir immer wieder zur NSA fliegen? Stressig mit der Einreise, nichts Gemütliches, das Land der Freiheit, immer in der Schlange stehen… Aber das, was die NSA bietet, ist einfach sensationell.
Wir erleben jedes Mal eine Zusammengehörigkeit, einen einzigartigen Spirit, der über diese Veranstaltung schwebt. Neben neuen Ideen, guten Inspirationen und vor allem aber die Freundschaften, die entstehen, ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Diese Offenheit, keine Neid- oder Konkurrenzgedanken, ein aufeinander Zugehen, ob es Nido Qubein, Dale Irvine oder Mike Kerr ist, die Amis haben eine andere Art miteinander umzugehen. Es ist alles great, wonderful und es gibt keine Probleme. Alle sehen alles positiv, es gibt kein Herumgenörgele und alle haben Spass. Für manch einen Europäer ist das zwar too much, uns aber inspiriert es, wie es sein könnte und wir nehmen diesen positiven Spirit für unser nächstes Geschäftsjahr mit.
Wir danken allen für die tollen Gespräche, für den Fun und die Offenheit, die sie uns gegenüber gebracht haben. Wenn wir nur einen kleinen Teil davon in unser tägliches Leben und unser Miteinander-Umgehen übertragen können, so haben wir schon viel davon mitgenommen.
Danke an alle Trainer, die dabei waren.
Janet & Martin Betschart, GSA-Vorstandsmitglied
New York, New York. Die Stadt, die nie schläft und mein persönlicher Favorite. Kaum eine andere Stadt liefert soviel Kick und Inspiration. Und so ging ich von der Convention nach Hause mit einem Sack voller neuer Ideen und Anregungen. Und zwar nicht nur was, sondern auch wie ich es machen kann war für mich besonders wertvoll. Von einem Amerikaner zu hören, was er genau unter Keynote versteht, wo er den Unterscheid zur normalen Rede sieht, fand ich für mich besonders interessant. Die Specials auf der Convention: die Themen Humour, Entlightenment, Entertainment mit Tipps von routinierten und professionellen Schauspielern. Sozusagen aus erster Hand. Denn unser Hotel war direkt am Broadway :-) Zu sehen, wie die Amerikaner mit Schauspiel und kleinen Szenen ihre Stories und Themen verpacken, mit Spiel, Spaß und Lockerheit war einfach toll. Auf dass der Import von USA nach Deutschland gelingt und wir unseren Kunden nachhaltigen Nutzen und Mehrwert stiften!!!
Alexandra Herzog-Windeck