29.01.2010 - 16:27
Einkaufen, navigieren, Emails schreiben, Videos ansehen, Bücher und Nachrichten lesen, Blogs verfassen, Termine verwalten, Fotos ansehen, Texte und Tabellen erstellen, übersetzen…und jetzt auch telefonieren?
Google beherrscht unsere Internetwelt schon seit langem. Aus dem Weballtag ist es nicht wegzudenken. Google steuert unsere Wege durch Netz wie ein Fremdenführer.
Wo wollen wir Mittagessen? Google weiß die Antwort. Wo ist der nächste Zahnarzt? Schnell mal Google fragen.
Die Debatte über Datenschutz bei Google wird schon seit vielen Jahren hitzig geführt. Erst vor kurzem heizte Google CEO Eric Schmidt in einem CNBC-Interview diese Diskussion noch weiter an mit folgender Äußerung: „Wenn du etwas tust, von dem du nicht möchtest, dass jemand anders es weiß, solltest du es vielleicht gleich gar nicht tun.“ .
Fast zeitgleich mit dieser Äußerung kam nun auch das neue Google Handy auf den Markt, das Google Nexus One. Von den einen hoch gelobt, von den anderen enttäuscht als iPhone-Abklatsch betitelt. Noch spannender ist allerdings – neben aller technischen Raffinessen und dem Designanspruch – wie mit Daten auf dem Google Nexus One umgegangen wird. Kann Google auf unsere Telefondaten zugreifen? Gerade im Speaker-Business zeigen sich iPhone, Blackberry & Co. als unglaublich verbreitete und praktische Helfer im Alltag. Bisher haben wir unsere Daten immer auf verschiedene Websites verteilt. Doch das Google Handy könnte nun Daten einer Person wunderbar bündeln:
Machen Sie Internetbanking via Handy? Lesen Sie Ihre Emails via Handy? Verwalten Sie eventuell sogar Kundendaten in Ihrem Handy? Speichern Sie Ihre Termine und Notizen auf dem Handy?
Eine ähnliche Diskussion gab es beim auch schon, als das kostenlose Betriebssystem Google Chrome auf den Markt kam. Die Süddeutsche Zeitung schrieb damals so treffend:„Es ist freilich viel einfacher, die Frische von Eiern als die Qualität von Suchergebnissen und Datenprofilen zu überprüfen [...] Wer ins Netz geht, muss aufpassen nicht Beute zu werden.“
Wie allerdings vermeiden wir es zur Beute zu werden und wie geht Google mit den hier gesammelten Informationen um? Wir werden es sehen, wenn das Nexus One auf den deutschen Markt kommt.
Bis dahin verbleiben wir mit den Worten von Eric Schmidt:
„Wenn du etwas tust, von dem du nicht möchtest, dass jemand anders es weiß, solltest du es vielleicht gleich gar nicht tun.“.
Genauere Informationen zum Google Nexus One hier